TOP Ö 3: Bau einer Einfeldsporthalle im Bereich der Gesamtschule, Am Gorbach

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Abstimmung: Ja: 12, Nein: 02, Enthaltungen: 02

Beschlussvorschlag

 

Der Rat der Gemeinde beschließt grundsätzlich die Realisierung der vom Architekturbüro plan.werk Architekten, Münster, geplanten Einfeldsporthalle als Anbau an die Sporthalle Am Gorbach in der reduzierten Variante um ca. 50 qm.

 

Der Beschluss steht unter dem Vorbehalt einer detaillierten Kostenermittlung. Hierfür werden die notwendigen Architektenleistungen beauftragt.

 


Herr Bergmann erklärt, dass in den letzten Sitzungen der Ausschüsse die Notwendigkeit eines weiteren Schulsportangebotes in Nordkirchen diskutiert wurde und von der Grund- und Gesamtschule, sowie von allen Fraktionen für notwendig erachtet wird. Auch das weiterhin gewünschte neue Hallenbad wird das Sportflächenangebot für die Schulen wieder erweitern.

 

Herr Noack, als begleitender Architekt vom Planungsbüro plan.werk aus Münster erklärt die nun abgeschlossene Entwurfsplanung der Einfeldsporthalle.

 

Er stellt den räumlichen Zusammenhang der zu errichtenden Sporthalle auf dem Gesamtgelände der JCS-Schule und der bereits vorhandenen Sporthalle „Am Gorbach“ dar und erläutert die Möglichkeiten einer gemeinsamen Nutzung.

 

Herr Noack stellt die wesentlichen Eckpunkte der Entwurfsplanung, wie z.B. Gebäudestruktur und- form, Ansichtsflächen, Materialien und Raumprogramm vor.

 

In November 2016 wurde die Investitionssumme der Baumaßnahme auf 1.449.000 € geschätzt. Aufgrund der in den letzten Monaten gestiegenen Preise in allen Gewerken erhöht sich die Investitionssumme auf ca. 1.690.000 €. Einsparpotentiale gäbe es bei den Funktionsräumen, also den Räumen für Sanitäranlagen und Technik. Nach entsprechender Reduktion der Funktionsräume bei gemeinsamer Nutzung der Räume in der Vorhalle der alten Sporthalle könne man eine Fläche von ca. 50 m² und eine Summe von ca. 100.000 € einsparen.

 

Wesentlicher Inhalt dieser Verkleinerung wäre das Wegfallen der Sanitäranlagen für Besucher. Durch eine Verbindungstür zwischen bestehender und neuer Sporthalle könnten die Besuchertoiletten der bestehenden Sporthalle genutzt werden. Die Zwischentür müsste also permanent geöffnet sein und im Brandfall automatisch schließen. Eine technische Lösung gebe es hierfür.

 

Auf die Frage von Frau Spräner, wie ein zukünftiges Nutzungskonzept aussehen könne, erklärt Herr Klaas, dass vormittags die Sporthallen für Sportunterricht der JCS-Schüler und der Grundschüler reserviert sein werden. Je nach Sportart wird der jeweiligen Abteilung der Vereine eine der beiden Sporthallen zugewiesen werden. Eine Abstimmung zwischen den Schulen muss noch folgen, um eine optimale Auslastung zu bekommen.

 

Frau Wellmann, Herr Steinhoff und Herr Wannigmann erklären, dass sie eine autarke Sporthalle für sinnvoller erachten.

 

Herr Bergmann stellt fest, dass diese Investitionen auch immer vor dem Hintergrund des Gemeindehaushaltes betrachtet werden müsse.

 

Es werden diverse Nachfragen zur Gebäudeplanung gestellt, die ausführlich von Herrn Noack, Herrn Bergmann und Herrn Klaas beantwortet werden. Die Verwaltung hält die Reduktion der Funktionsräume für vertretbar.

 

Herr Geiser bittet die Verwaltung und Herrn Noack, weitere Einsparmöglichkeiten im Verlauf des Planungsprozesses zu erarbeiten, um die hohe Investitionssumme weiter zu senken.

 

Frau Spräner erklärt für Bündnis 90 / Die Grünen, dass sie sich einen Architektenwettbewerb gewünscht hätten. Dieser Wunsch sei bereits im Vorfeld und auch in anderen Verfahren  geäußert worden. Die Gebäudeplanung halte man nichtsdestotrotz für sinnvoll, trotzdem könne man den Beschluss vor dem Hintergrund des hier nicht durchgeführten Verfahrens nicht mittragen.

 

Herr Lübbert schließt sich für die UWG den Ausführungen von Frau Spräner an.

 

Herr Geiser erklärt für die CDU, dass der Architekt eine gute und schnelle Entwurfsplanung entwickelt habe in Anbetracht des bestehenden Zeitdrucks. Ein Architektenwettbewerb sei hier nicht zwingend erforderlich gewesen.

 

Herr Gornas für die FDP trägt den Beschlussvorschlag mit.

 

Dieser Aussage schließt sich Herr Steinhoff für die SPD an.

 


Abstimmungsergebnis: 12:02:02 (J:N:E)