TOP Ö 4: Neubau einer Kindertageseinrichtung und eines Bildungs- und Begegnungszentrums MiNo - Miteinander in Nordkirchen

Beschlussvorschlag

 

1.         Der Ausschreibung eines regional ausgerichteten Architektenwettbewerbs für einen zweigruppigen Kindergarten und ein Bildungs- und Betreuungszentrum MiNo (Miteinander in Nordkirchen“) wird zugestimmt.

2.         Der Rat der Gemeinde beschließt die Einleitung von Verfahren zur Änderung der Bebauungspläne „Kinderheilstätte“ und „Grundschule“ im Ortsteil Nordkirchen.

Die angesprochenen Änderungsbereiche ergeben sich aus dem beigefügten Übersichtsplan.

 

 


Herr Bergmann erklärt, dass man in der Verwaltung unterschiedliche Möglichkeiten zur Realisierung der zwei Kindergartengruppen diskutiert habe. Die Umnutzung bestehender Gebäude habe sich als nicht möglich erwiesen, so dass man die Errichtung eines neuen Gebäudes im Rahmen des Mietmodells favorisieren würde, da es auch die wirtschaftlichste Lösung sei.

 

Als Standort habe man den Bereich hinter der Mauritiusgrundschule in Betracht gezogen und folgerichtig die Kinderheilstätte Nordkirchen als Grundstückseigentümer gebeten, die Trägerschaft der Einrichtung zu übernehmen.

 

Ergänzend zu den Kindergartengruppen halte man die Schaffung von zusätzlichen Räumen für Inklusion bzw. für Begegnungsmöglichkeiten für Menschen mit und ohne Behinderung für sinnvoll und erforderlich. Ein solcher Raumbedarf habe sich auch im Rahmen des Quartiersmanagements „MiNo“ gezeigt.

 

Vorgespräche mit der Bezirksregierung hätten ergeben, dass die Schaffung solcher Räumlichkeiten grundsätzlich förderfähig sei. Ein entsprechender Antrag müsse bis zum 1. November vorliegen. Ein Architektenwettbewerb müsse vorgeschaltet sein.

 

Die Leitung der Kinderheilstätte habe signalisiert, dass eine Übergangslösung in der ehemaligen Küche möglich sei, da der Neubau sicherlich nicht zum neuen Kindergartenjahr fertig gestellt sein wird.

 

In der anschließenden Diskussion betonen alle Fraktionen ihre positive Haltung gegenüber den Plänen. Die bildungspolitische Bedeutung, der Beitrag zur Familiengerechtigkeit sowie die Chancen für einen Ausbau zur Inklusion werden hervorgehoben.

 

Herr Geiser bedauert lediglich, dass unter diesen veränderten Bedingungen die an der Grundschule angedachte Turnhalle nicht errichtet werden kann.

 

Herr Bergmann weist darauf hin, dass der bestehende Bedarf einer Sporthalle trotzdem weiter bearbeitet würde. Auf die Frage nach der Haltung der Schule zu den Plänen, teilt er mit, dass diese grundsätzlich positiv sei und eng in gestalterische Aspekte eingebunden würde.

 

Die weiteren baurechtlichen Aspekte sollen im nächsten Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt  erörtert werden. Die Kritik von Frau Volmer und Frau Spräner an der Kurzfristigkeit der Information über das Projekt weist Herr Bergmann mit Hinweis auf frühere nicht-öffentliche Mitteilungen zurück.

 


Abstimmungsergebnis: 20:00:00 (J:N:E)