Sitzung: 13.02.2025 Ausschuss für Klima, Umwelt und gemeindliche Entwicklung
Herr Bergmann spricht einleitende Worte und erläutert, dass Herr Kösters vor einiger Zeit zum Thema Tourismus bereits im Ausschuss berichtet habe. Beim Münsterland e.V. gebe es jedoch noch viele weitere Themen, die Herr Grotendorst in der heutigen Sitzung kurz präsentieren wird.
Herr Grotendorst stellt sich und seine neue Tätigkeit beim Münsterland e.V. vor und beginnt mit der Präsentation. Der heutige Schwerpunkt wird auf den wirtschaftlichen Aspekten liegen.
Herr Schlüter möchte wissen, welche Kriterien für TOP-Arbeitgeber gelten.
Herr Grotendorst erklärt, dass eine Voraussetzung für die Firmen auf jeden Fall die Mitgliedschaft sei. Die Unternehmen sollen zeitnah über die Kammern informiert werden. Hinzu kommen die Unternehmensfrühstücke in den einzelnen Kommunen, über die ebenfalls Werbung gemacht wird. Das Produkt sei relativ neu und muss sich erst herumsprechen.
Die Kriterien, sich als TOP-Arbeitgeber zu qualifizieren, seien laut Herrn Grotendorst nicht hoch.
Frau Spräner geht auf die vorgestellten vier Handlungsfelder ein und fragt nach, ob es hierbei Überschneidungen gibt bzw. Strukturen und Aufgaben sich doppeln, da es viele Akteure auf dem Markt zu den Themen gebe.
Herr Grotendorst erklärt, dass es ein sehr verzweigtes Netz aus u. a. Kommunen, Kreis und Bezirksregierung sei. Es gibt eine klare Aufgabenverteilung, auf welcher Ebene was koordiniert wird und stattfindet, sodass Doppelarbeit vermieden wird. Als Beispiel führt Herr Grotendorst das Thema KI auf. Dieses wird explizit über die Wirtschaftsförderung des Kreises Coesfeld sowie über Unternehmensfrühstücke an die Betriebe vermittelt.
Frau Spräner möchte wissen, ob der Service Onboarding auch für Ärzte zur Verfügung stehe.
Herr Grotendorst erläutert, dass das Thema Ärzte sehr schwierig sei und dies zumeist über die Ärztekammer abgewickelt wird. Münsterland e.V. sei derzeit zunächst der Ansprechpartner für klassische Unternehmen.
Herr Tepper fragt nach, aus welchen Mitteln die Arbeit des Münsterland e.V. finanziert wird.
Herr Grotendorst teilt mit, dass die Mittel aus den Mitgliedsbeiträgen der vier Münsterlandkreise sowie der Stadt Münster, aus unterschiedlichen Förderanträgen, aus den Mitgliedsbeiträgen privater Unternehmen, aus Sponsoring von Firmen sowie zum Teil aus Eigenerlöse stammen.
Herr Bergmann lobt die Arbeit des Münsterland e.V. und sieht diese als sehr unterstützend für die Kommunen an. Der Münsterland e.V. ist laut Herrn Bergmann ein sehr wichtiger Servicepartner in vielen Themenbereichen und steht immer als Ansprechpartner für die Kommunen zur Verfügung. Diese Arbeit könnten die Kommunen alleine nicht leisten.
Herr Pieper teilt mit, dass der Münsterland e.V. des Öfteren mit dem Thema Tourismus verbunden werde, es jedoch – wie Herr Grotendorst berichtet habe – noch viele weitere Bereiche gebe.
Herr Grotendorst erklärt daraufhin, dass der Auftrag sei, die Region zukunftsfähig zu halten und noch attraktiver zu gestalten – sowohl als Urlaubsregion als auch als Lebensregion.
Herr Stierl möchte wissen, ob das Personal direkt beim Münsterland e.V. beschäftigt sei.
Herr Grotendorst erklärt, dass insgesamt ca. 60 Personen angestellt seien.
Frau Spräner teilt mit, dass die Marke Münsterland bereits bekannt sei und fragt nach, wie es damit weitergehe.
Herr Grotendorst antwortet, dass der Markenbildungsprozess nicht abgeschlossen sei sondern fortlaufend weitergehe. Es werden Projekte entwickelt, die auf die Marke einzahlen. Denn nur wenn das Angebot der Akteure sichtbar verknüpft wird, sei das Markenbild zielführend.
Herr Kuliga teilt seine Sichtweise mit und erklärt, dass er keine großen Visionen für die nächsten Jahre in Bezug auf den ÖPNV im ländlichen Raum erkennen kann. Er möchte erfahren, was es in dieser Hinsicht für Ideen gebe.
Herr Grotendorst teilt mit, dass über die Digitalisierung Haltestellen mit allen Daten des Datenportals Münsterland verknüpft werden können. Er verweist auf die zuvor diskutierten Punkte und erklärt, dass Doppelstrukturen vermieden werden. Für den ÖPNV gebe es andere Institutionen, die sich darauf spezialisiert haben (wie u.a. der ZVM).
Herr Grotendorst betont, dass es sich beim Münsterland e.V. um keine Verwaltungsbehörde handelt, sondern um einen privaten Verein. Es können somit Projekte schnell umgesetzt werden.
