TOP Ö 5: Schulentwicklungsplanung
Regionale Abstimmung zum Schulentwicklungsplan des Kreises Coesfeld im Bereich Förderschulen

Beschluss: einstimmig beschlossen

Abstimmung: Ja: 20, Nein: 00, Enthaltungen: 00

Beschlussvorschlag:

 

1.)       Der Rat der Gemeinde Nordkirchen nimmt den Schulentwicklungsplan zur Kenntnis.


2.)       Der Rat der Gemeinde Nordkirchen bemängelt insbesondere folgende Punkte:

·           Er bedauert, dass die Schulentwicklungsplanung des Kreises Coesfeld zu einem Zeitpunkt in Auftrag gegeben wurde, als mit der Neuorganisation der Förderschulstandorte bereits Fakten geschaffen waren.

·           Er hält die Fahrzeiten insgesamt für zu lang und nicht kindgerecht und fordert daher, dass für  Grundschüler der Gemeinde Nordkirchen, die aufgrund Ihres Förderbedarfes zukünftig die Stever-Schule in Nottuln besuchen, eine Fahrzeit von unter 60 Minuten pro Strecke garantiert wird.

·           Er fordert eine jährliche Evaluation zu der sonderpädagogischen Förderung im Kreis Coesfeld bezüglich der Beschulung an Förderschulen sowie im Gemeinsamen Lernen an Regelschulen und einen Austausch mit einer Option zur Nachsteuerung hierüber mit den kreisangehörigen Städten und Kommunen.

 

 


Frau Kammert gibt einen Überblick über den Sachverhalt. Sie erinnert daran, dass der Ausschuss bereits über die Förderschulsituation diskutiert  habe. Sie bedauert, dass die Standortfrage vor der Beauftragung des Schulentwicklungsplans festgelegt wurde, so dass die Gutachter sehr enge Vorgaben durch den Kreis Coesfeld erhalten hätten. Unter anderem sei geprüft worden, ob das gesamte Kreisgebiet flächendeckend mit Förderschulen versorgt ist. Dazu wurden umfangreiche Messungen der Fahrtzeiten vorgenommen.

 

Nach Vorgabe der Mindestgrößenverordnung reichen die Schülerzahlen für den Förderschwerpunkt „sozial-emotionale-Entwicklung“ (ESE) nicht für zwei Standorte aus. Für Kinder aus dem Südkreis stelle der Besuch der Förderschule in Selm-Bork (Teilstandort des Förderzentrums Nord des Kreises Unna) eine Lösung dar. Allerdings würden dort nur Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I beschult, so dass sich für Grundschüler eine Betreuungslücke ergebe. Dies werde möglicherweise dazu führen, dass mehr Kinder in der Grundschule inklusiv beschult würden, da die Alternative dazu der Schulweg nach Nottuln wäre. 

 

Die Fragen von Frau Volmer und Frau Spräner beziehen sich auf die Tabelle zu den inklusiv beschulten Kindern (Seite 3 oben der Sitzungsvorlage).

Die absoluten Schülerzahlen, die sich hinter den Prozentangaben verbergen sind in der Anlage aufgeführt.

 

Auf die Frage nach den finanziellen Auswirkungen durch den Besuch der Schule in Selm-Bork antwortet Frau Kammert, dass der Gemeinde Nordkirchen dadurch keine Kosten entstünden. Der Kreis Coesfeld übernehme die Fahrtkosten.

 

Herr Bergmann weist darauf hin, dass der Kreis Coesfeld mit dem Kreis Unna eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung über die Beschulung der Kinder aus dem Südkreis am Förderzentrum Nord in Selm-Bork schließen werde.

 

Er betont auch, dass die Bürgermeisterkonferenz deutliche Kritik an der Verfahrensweise des Kreises Coesfeld geübt habe.

 


Abstimmungsergebnis: 20:00:00 (J:N:E)